Was passiert eigentlich in unserem Körper, wenn wir die Kontrolle bewusst abgeben und unsere eigenen Grenzen spüren? Was geschieht in uns, wenn wir im geschützten Rahmen statt Kampf oder Flucht ins Vertrauen gehen dürfen? Wie wirkt sich selbst gewählte Restriktion auf unser Nervensystem aus? Und wie verändert es die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren?
In diesem Bondage-Workshop betrachten wir die Fesselkunst, die im Japanischen auch “Shibari” genannt wird, nicht nur von der technischen und künstlerischen Seite, sondern erweitern den Blick auf den Körper und seine Reaktionen. Gemeinsam erforschen wir, wie unser Nervensystem auf Nähe, Enge, Verletzlichkeit, Kontrolle und Loslassen reagiert. Welche Signale sendet der Körper? Wann fühlen wir uns sicher? Wann gehen wir in Widerstand? Und wie können wir bewusst Einfluss auf diese Prozesse nehmen?
Der Workshop vermittelt neben grundlegenden Techniken im Umgang mit dem Seil auch Wissen zum Thema Sicherheit und Kommunikation sowie die richtige Art der Konsensfindung. Im Fokus steht nicht die perfekte Symmetrie der Fesselung, sondern unser bewusstes Erleben des Körpers und das gewinnen neuer Perspektiven auf Verbundenheit, Macht und Hingabe.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Workshop richtet sich an Menschen aller Geschlechter, Körper und Erfahrungsstufen. Es wird neben einer ausführlichen Einführung, viele angeleitete praktische und freie Übungen geben sowie Raum für Fragen und Reflexionen. Niemand muss sich fesseln lassen oder andere fesseln - jede Übung ist freiwillig und die Rollen, wer wen fesselt, können untereinander auch jederzeit getauscht werden. Die Übungen erfolgen zwar paarweise, wer aber keinen Fesselpartner mitbringt oder findet, kann dennoch teilnehmen und wird vieles für sich mitnehmen können.
Teilnahme ab 18 Jahren. Seile werden für die Dauer des Workshops gestellt. Keine besondere Kleidung erforderlich. Gesundheitliche Einschränkungen oder Bedenken bitte vorab mit der Trainerin besprechen.
WER IST ERU?
Eru ist seit 16 Jahren hauptberuflich als Bondage - und BDSM-Trainerin in Berlin tätig. Sie begleitet täglich Einzelpersonen und Fessel-Paare dabei, das Fesseln sicherer, bewusster und verbundener zu gestalten.
Als ausgebildete Traumatherapeutin hat sie sich auf die Arbeit mit Bondage & BDSM und dem Nervensystem spezialisiert.
What actually happens in our bodies when we consciously give up control and feel our own boundaries? What happens within us when, in a protected setting, we are allowed to move into trust instead of fight or flight? How does self-chosen restriction affect our nervous system? And how does it change the way we communicate with one another?
In this bondage workshop, we will look at the art of rope bondage, also known in Japanese as “Shibari,” not only from a technical and artistic perspective, but also through the lens of the body and its responses. Together, we will explore how our nervous system reacts to closeness, tightness, vulnerability, control, and letting go. What signals does the body send? When do we feel safe? When do we go into resistance? And how can we consciously influence these processes?
Alongside basic rope techniques, the workshop will also cover safety, communication, and the right way to establish consent. The focus is not on perfect symmetry in the tying, but on consciously experiencing the body and gaining new perspectives on connection, power, and surrender.
No prior experience is required. The workshop is open to people of all genders, bodies, and levels of experience. In addition to a detailed introduction, there will be many guided practical and free exercises, as well as space for questions and reflection. No one has to be tied or tie anyone else. Every exercise is voluntary, and the roles of who ties whom can be switched at any time. The exercises are done in pairs, but those who do not bring or find a rope partner can still take part and will be able to take away a lot from the workshop.
Participation is for adults aged 18 and over. Ropes will be provided for the duration of the workshop. No special clothing is required. Please discuss any health restrictions or concerns with the trainer in advance.
WHO IS ERU?
Eru has been working full-time as a bondage and BDSM trainer in Berlin for 16 years. She supports individuals and rope partners on a daily basis in making their practice of tying safer, more conscious, and more connected.
As a trained trauma therapist, she specializes in working with bondage, BDSM, and the nervous system.