2025
Bedruckter Stoff, Füllwatte
Seit 2024 arbeitet die Künstlerin Lea Gocht an einer fortlaufenden Installationsreihe, die den Titel „anhedonia“ trägt. Der Begriff der Anhedonie stammt aus der klinischen Psychologie und bezeichnet den Verlust Freude zu empfinden. Ausgehend von ihrer eigenen kritischen Perspektive als weiblich gelesene Person weitet Lea Gocht den Begriff auf kollektive Empfindungen wie Ohnmacht, Kontrollverlust oder Suche nach Handlungsfähigkeit aus, die in Reaktion auf gesellschaftliche Krisen entstehen.
Die hier gezeigten weiblich gelesenen Katzenmenschen sind Teil der raumgreifenden Installation „anhedonia II“, die letztes Jahr im Kunstmuseum Karlsruhe gezeigt wurde. Aus diesem Kontext gelöst, thematisieren die Objekte nicht nur den Einfluss multipler Krisen auf das Individuum, sondern entfalten im geschützten Rahmen dieser FLINTA*-Ausstellung zudem ihr Potenzial, über Themen der Körperlichkeit und Weiblichkeit zu sprechen.
WER IST LEA GOCHT?
Lea Gocht, geboren 1995, lebt und arbeitet in Karlsruhe und Berlin. Von 2013 bis 2020 studierte sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und war 2021 Meisterschülerin von Corinne Wasmuht. Sie erhielt unter anderem das Graduiertenstipendium des Landes Baden-Württemberg (2019), das Stipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen (2023) sowie den Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung (2024). Im gleichen Jahr war sie Artist in Residence an der Cité Internationale des Arts in Paris (2024–2025).
2025
print on fabric, stuffing
Since 2024, Lea Gocht has been working on an ongoing series of installations titled “anhedonia.” This term originates from clinical psychology and refers to the loss of the ability to feel pleasure. Based on her own critical perspective as a feminine-read person, Lea Gocht expands the term to collective feelings such as powerlessness, loss of control, or the search for agency, which arise in response to multiple crises.
The feminine-read cat-people shown here are part of the large-scale installation “anhedonia II,” which was exhibited last year at the Kunstmuseum Karlsruhe. Detached from this setting, the objects not only address the impact of multiple crises on the individual but also, within the safe space of this FLINTA* exhibition, they open up the potential to discuss themes of body and femininity.
WHO IS LEA GOCHT?
Lea Gocht, born in 1995, lives and works in Karlsruhe and Berlin. From 2013 to 2020, she studied at the State Academy of Fine Arts in Karlsruhe and was a master’s student of Corinne Wasmuht in 2021. She received, among other awards, the Graduate Scholarship of the State of Baden-Württemberg (2019), the Scholarship of the Künstlerdorf Schöppingen Foundation (2023), and the Art Prize of the Werner Stober Foundation (2024). In the same year, she was an artist-in-residence at the Cité Internationale des Arts in Paris (2024–2025).