2024
Videoinstallation
In Lioba Schmidts Video „Ahh“ reiben sich Teile von weiblichen Körpern in ständiger Bewegung ineinander, übereinander, miteinander. Die Schichten der Haut mit Muttermalen und Haar lassen Körpermasse, Muskeln und Knochen darunter erahnen. Die Körperteile schwimmen in den weichen Hautschichten. Der Laut „A“ ertönt über das 8-minütige Video hinweg: Mal Neutral gesprochen, lustvoll stöhnend, verzweifelt ächzend, fasziniert staunend oder anmutig klingend. „Ahh“ wird zum Sex-Gesang, zum ekstatischen Festgesang, zur Hommage an das lustvolle Spüren der Haut beim Sex.
In ihrer queer-feministischen Beschäftigung mit lustvollen Körpergefühlen im Video „Ahh“ plädiert die Künstlerin Lioba Schmidt dafür, die vielseitigen Intelligenzen und Gefühlsebenen des menschlichen Körpers mehr in den Fokus von Sexdarstellungen zu rücken. In „Ahh“ ist die Perspektive des fühlenden Körpers von innen heraus gerichtet, wobei Betrachtende zu Resonanzleibern werden (Kunstwissenschaftlerin Dr. Sarah Sandfort 2026).
WER IST LIOBA SCHMIDT?
Lioba Schmidt ist eine in Köln lebende Künstlerin, die mit den Medien Video, Malerei und Film arbeitet. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit Weiblichen Körper Intelligenzen. Sie kollaboriert mit menschlichen sowie tierischen Körpern, um körperliche Interaktionen und Beziehungen zu erforschen. Ihre Werke wurden unter anderem im Kunstpalast Düsseldorf, in der Kunsthalle Münster und in verschiedenen Kunstvereinen sowie international gezeigt und ausgezeichnet.
2024
videoinstallation
In Lioba Schmidt’s video work “Ahh”, parts of female bodies rub against and into one another in constant motion. The layers of skin, with their moles and hair, hint at the flesh, muscles and bones beneath. The body parts swim within the soft layers of skin. The vowel “A” sounds throughout the 8-minute video: at times spoken neutrally, moaning with pleasure, groaning in despair, marvelling in fascination, or sung gracefully. “Ahh” becomes a song of sex, an ecstatic celebratory chant, an homage to the pleasurable sensations of the skin.
In her queer-feminist exploration of pleasurable bodily sensations in “Ahh”, the artist Lioba Schmidt argues for bringing the multilayered intelligences and emotional levels of the human body more into focus in depictions of sex. In “Ahh”, the perspective of the sensing body is directed from within, whereby viewers become „Resonanzleiber“ (Art historian, Dr Sarah Sandfort 2026).
WHO IS LIOBA SCHMIDT?
Lioba Schmidt is an artist based in Cologne working across video, painting and film. Her practice engages with female body intelligences. She collaborates with human and animal bodies to explore knowledge and emotion within corporeal interactions and relationships. Her works have been awarded and exhibited at institutions including Kunstpalast Düsseldorf, Kunsthalle Münster, and various art associations, as well as internationally.